Das grosse Finale

Am letzten Samstag fand das Saison-Highlight für die zweite Mannschaft vor der Tür. Erstmals in der Geschichte dieses Cups schafften die Zeller den Einzug ins Finale. Die Mannschaft traf sich bereits am Nachmittag zum Spagetti-Plausch im Restaurant Sonne. Gestärkt für den Kampf am Abend, machte sich die Mannschaft auf den Weg in die Gass. Dort wartete bereits der Car für die Abreise ins schöne Zugerland. Als auch die zahlreichen Anhänger vom „Zwöi“ ihren Platz eingenommen hatten, fuhr der Chauffeur pünktlich ab.

Die Mannschaft und die Fantruppe wurden in Cham, beim Gastgeberclub herzlich in Empfang genommen. Die Spieler durften sogar den Hintereingang in die Katakomben benutzen. Die ersten Anzeichen von Nervosität oder Ungeduld machte sich bei den Spielern bemerkbar.

Natürlich wurde auch das Spielfeld, unter der Leitung vom ebenfalls mitgereisten Othmar Meyer, sehr genau unter die Lupe genommen. Anschliessend verschwanden die Spieler in der Kabine, um die Konzentration hochzufahren. Der Rest der FC Zell Familie konnte sich in der Clubbeiz oder an den Bier- und Wurstständen Verpflegen, damit auch sie für das Spektakel bestens gerüstet waren. Der Anlass wurde vom SC Cham bestens organisiert. Hunger und Durst musste an diesem Abend sicher niemand haben.

Das Ok sich keine Mühe gescheut, und sogar eine Matchzeitung angefertigt. Auch der Stadionspeaker war in seinem Element und führte bestens durch den Abend. Die Zuschauerränge begangen sich langsam zu füllen. Es war alles angerichtet für ein packendes Cupfinale.

Sportplatz Eizmoos. – Zuschauerzahl: 400. – Schiedsrichtertrio: SR Matosevic Bernard, SRA 1 Renggli Christian, SRA 2 Subasic Midhet. – Tore: 34. Reto Keiser, 43. Dominic Haab, 53. Dominic Haab, 75. Dominic Haab

Spielbericht

Die beiden Teams beschnupperten sich in den Anfangsminuten. Doch dann wurde die verhaltene Spielweise beiseite gelegt. Die Gastgeber setzten erste Zeichen, in dem die schnellen Flügelspieler über die Aussenbahnen mit weiten Bällen gefüttert wurden. Doch die Hereingaben vor das Tor waren vorerst sichere Beute für Torhüter Sandro Mehr.

Die erste wirkliche Gefahr fand sich aber vor dem Tor der Chamer. Pal Marashi konnte nach einem schönen Pass von Verteidiger Wechsler alleine auf den gegnerischen Kasten zulaufen. Doch der Abschluss war zu harmlos. Nach einer Viertelstunde lud sich über dem Eizmoos ein Sommergewitter ab. Durch den starken Wolkenbruch kam zusätzlich noch mehr Cupatmosphäre ins Spiel. Der SC Cham kam mit den Witterungsbedingungen besser zurecht.

Cham wird stärker
Sie gewannen nun die Überhand im Spiel. Ein Aufreger nach einer halben Stunde. Spielertrainer Graber wurde im Fünfer vom Torwart regelwidrig zu Fall gebracht. Das Foul wurde vom Referee nicht geahndet. Auch heftige Proteste konnten den Schiri nicht umstimmen. Praktisch im Gegenzug schlug es das erste Mal ein im Tor der Zeller. Nach einer scharfen Flanke von rechts folgte ein noch schärferer Kopfball. Sandro mehr konnte dabei nicht intervenieren.

Trotz des Rückstandes ackerten die Gäste fleissig weiter. Doch einen Nutzen konnten sie daraus nicht ziehen. An Stelle einer Belohnung kam noch Pech ins Spiel der Zeller. Der Stürmer Pal Marashi verletzte sich ohne Fremdeinwirkung. Er musste das Spielfeld vorzeitig verlassen. Kurz vor der Pause ging der Sportclub mit 2:0 in Führung. Nach einem schönen Sololauf musste der Chamer das Spielgerät nur noch in die Ecke versenken. Damit waren die Zeller aber noch nicht genug bestraft. Praktisch mit dem Pausenpfiff fiel ein weiterer Leistungsträger der Zeller aus. Mittelfeldmotor Alex Kunz blieb bei einem Gegenspieler hängen. Auch für ihn war vorzeitig Feierabend.

Zell erhöht das Risiko
Nach der Pause mussten die Gäste etwas riskieren, um das Spiel noch drehen zu können. Doch nur acht Minuten nach dem Wiederanpfiff konnten die Chamer ihre Führung ausbauen. Mit dem komfortablen Vorsprung im Rücken, kamen die Einheimischen nun richtig in Spiellaune. Sie wollten sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen lassen. Gekonnt nutzten sie das grosse Terrain aus, um Ball und Gegner laufen zu lassen.

Mit diversen Auswechslungen versuchte Coach Reto Lustenberger nochmals frische Kräfte zu mobilisieren. Trotz aller Bemühungen der neuen Spieler blieb der Anschlusstreffer für die Luzerner Hinterländer aus. Nach 75 Minuten machten die Gastgeber mit einem weiteren Treffer den Sack endgültig zu.

Nach dem Spiel fand die Siegerehrung statt. Alle Finalisten wurden mit einem Andenken an die Finalteilnahme beschenkt. Natürlich wurde der Wanderpokal dem SC Cham überreicht. Die zweite Mannschaft gratuliert dem verdienten Sieger des 5. Liga-Cup.

Stolze Zeller
Trotz der Finalniederlage darf s’Zwöi stolz auf die erbrachten Leistungen in dieser Cupsaison sein. Dieser Abend wird allen in bester Erinnerung bleiben. Vor einer solch grossartigen Kulisse ein Cup-Final bestreiten zu können, ist eine grossartige Sache. Die zweite Mannschaft bedankt sich bei den mitgereisten Zuschauern für die lautstarke Unterstützung.

Danke an alle, welche etwas zum Erfolg im Cup 2016/17 beigetragen haben.